Wildhüter St. Hubertus e.V.

Galloway-Kuh säugt Hirschkalb

Ungewöhnliche Bekanntschaft auf einer Weide beim Hofgut Schwarzenborn bei Eiterfeld

Als gäbe es keinen Unterschied zwischen den Arten, verhält sich eine kleine Galloway-Herde, die auf einer Weidefläche des Hofgutes Schwarzenborn ein Rotwildkalb aufgenommen hat und es sogar säugt.
Ende Juni wurde das Rotwildkalb das erste mal beim Säugen an einer Gallowaykuh beobachtet.
Nur einmal, gleich zu Beginn sei das Kalb ausgebüchst, so Axel Wabnitz, Besitzer des Hofgutes und Jäger. Aber nach zwei Tagen war es zurückgekehrt Diesmal schloss es sich dem ältesten Bullen an, dem es seitdem nicht mehr von der Seite weicht..
Ihm sei nicht bekannt, das Rotwild einmal den Anschluss an Rinder gesucht habe. Wabnitz vermutet, dass die Mutter des Kalbs bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist oder geschossen wurde.
Will sich jemand dem Rotkalb nähern, dann wird es von der Herde schützend eingerahmt. Bereits frühzeitig warnt einer der beiden Bullen die Herde vor Fremden und immer wieder sichert das Kalb.
Das die Galloways das Rotkalb angenommen haben, liege vielleicht an ihrer halbwilden Art, so Axel Wabnitz.  Diese Tiere seien für die ganzjährige Weidehaltung prädestiniert.
Die zuständigen Jagdpächter wurden von Wabnitz informiert, damit sie beim Anblick des Kalbs den Finger vom Abzug lassen.

Grafik: Ernst-Otto Pieper, 25712 Burg in Dithmarschen
Rotwildkalb mit Rindern, Foto: Waldemar Becker, Kaufungen