Bayrischer Gebirgsschweißhund

Von Silvia Gabler

 

Geschichte

Wie alle Leit- und Schweißhunde stammt auch der Bayerische Gebirgsschweißhund von den Urjagdhunden, den Bracken ab. Alle reinen Bracken zeichnen sich durch eine feine Nase, Fährtenreinheit, ausgezeichneten Spurwillen und durch einen „lockeren Hals“ aus.

Leit- und Schweißhunde gingen unmittelbar aus den Bracken hervor und traditionell wurde der verlässlichste und sicherste Hund eines Wurfes, der sogenannte Kopfhund, als Leithund abgeführt.

Diese Hunde wurden am langen Riemen abgeführt und sollten die Fährte des gejagten Wildes finden damit die Meute beigehetzt werden konnte. Kamen Leithunde dabei mit einer Schweißfährte in Kontakt, waren sie für die reine Fährtenarbeit verdorben, und wurden künftig als Schweißhunde auf der Suche nach krankgeschossenem Wild geführt.

Politische Umbrüche und veränderte Jagdmethoden ließen jedoch den Bedarf an Schweißhunden steigen, durch Einkreuzen von nahestehenden Rassen entstand im 18. Jahrhundert der Hannoversche Schweißhund.

Für die Hochgebirgsjagd erwies sich dieser im Gebäude relativ schwere Hund als ungeeignet, um auf schmalen, ungesicherten Gebirgspfaden sicher und wendig dem Wild ausweichen zu können. Man erinnerte sich an die hohe Leistungsfähigkeit der vorhandenen Gebirgsbracken und ihre Geländetauglichkeit. Sie waren nicht zu schwer, besaßen gerade, sehnige Läufe mit kurzen geschlossenen Pfoten und einen nicht zu langen Rücken, damit die Hunde gut wenden und klettern konnten. Ihr dichtes, harsches Haarkleid trotzte den rauen Witterungsbedingungen der Berge. Vor allem aber der absolute Fährtenwille, gepaart mit Fährtensicherheit und -treue, sowi

e Hetzfreude, Fährtenlaut und Wildschärfe zeichneten die Bracken aus. Die Beweggründe für die Rasseneugründung waren im engen Zusammenhang mit dem Untergang des herrschaftlichen Jagdsystems im Gebirge zu sehen. Durch die zunehmende Verwendung von weit reichenden Kugelwaffen wurde Ende des 19. Jahrhunderts der Einsatz von Schweißhunden auch für die Bergjagd immer notwendiger.

Man benötigte für das Gebirge Hunde mit Durchhaltewillen, Schärfe und der Fähigkeit

zur lauten Hatz.

Nach 1870 kreuzte Baron Karg-Bebenburg aus Reichenhall fast zeitgleich mit Peintinger aus der Steiermark erfolgreich den Hannoverschen Schweißhund mit der leichteren roten Gebirgsbracke.

Der daraus entstandene Bayerische Gebirgsschweißhund ist bis heute der klassische Begleiter für Berufsjäger und Förster.

 

Die neue Rasse wurde 1883 unter dem Namen „Bayerischer Gebirgsschweiß-hund“ (BGS) wurde eingetragen. Sie fand durch gezielte Abgabe von Welpen zuerst bei Bergjägern Verbreitung, später auch bei vielen Liebhabern der Rasse. Laut Räber wurden 1899 und 1905 zwei Vereine zur Reinzucht des Bayerischen Gebirgsschweißhundes aus der Taufe gehoben. Beide lösten sich aber relativ rasch wieder auf.

1912 wurde schließlich der Zuchtverein, der „Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde 1912“, gegründet. Leider brach kurz darauf der 1. Weltkrieg aus. Die gerade angelaufenen Vereinsaktivitäten kamen dadurch praktisch zum Stillstand.

Auch in den Nachkriegsjahren stagnierten die Zuchtbemühungen mehr oder weniger. Nur wenige der damaligen Schweißhunde konnten auch leistungsgeprüfte Elterntiere aufweisen.

Am 19.Juli 1930 wurde in Leipzig der „Internationale Schweißhundverband“ (ISHV) vom „Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde“, dem „Verein Hirschmann“, dem Österreichischen Schweißhundverein (gegründet 1901) und dem „Ungarischen Schweißhundeverein“ ins Leben gerufen. Diese Verbandsgründung hatte als Zielsetzung das gemeinsame Vorgehen in der Ausbildung und der Reinzucht der beiden Schweißhunderassen. Zudem sollten tierschutz- und weidgerechte Nachsuchen nach verletztem Wild durch fachgerechte Führung gewährleistet werden.

Erst 1939 erließ die unter dem nationalsozialistischen Regime gegründete „Fachschaft für Schweißhunde“ Bestimmungen, wonach ausschließlich leistungsgeprüfte Hunde eine auch eine Zuchtzulassung erhalten konnten.

Nach dem zweiten Weltkrieg hielt anlässlich der Neugründung Rudolf Frieß 1949 einen vielbeachteten Vortrag zum damaligen Stand der Zucht des Bayerischen Gebirgsschweißhundes, der richtungsweisend für das Handeln des Vereines in den nächsten Jahren sein sollte.  Schonungslos ging er auf die züchterischen Fehler in den Vergangenheiten, gleichzeitig zeigte er aber auch einen gangbaren Weg aus der Misere auf.   Eine seiner Forderungen war es, sich endlich wieder auf die Ursprünge der Rasse zurückbesinnen und auf die alten Bracken des Hochgebirges zurückgreifen solle, um eine Blutauffrischung mit diesen stockhaarigen roten Hunden vorzunehmen. Seiner Ansicht nach war dies nicht nur dringend nötig, sondern auch im Hinblick auf die erwünschten Rasseeigenschaften, unbedenklich und in jeder Hinsicht erfolgversprechend, da die alten Brackenschläge des Gebirges sowieso größtenteils als reine Schweißhunde auf Hirsch und Gams im Berg geführt wurden.

Aus der heutiger Sicht hatte Frieß mit dieser Einschätzung vollkommen Recht.

Weiterhin hielt es Frieß für unbedingt erforderlich, dass in Zukunft scharfe Fährtenlautprüfungen, wenn möglich, auch Vor- und Hauptprüfungen durchgeführt werden sollten, um auf diesem Weg die vorhandene Hundepopulation auf ihre Erbanlagen zu überprüfen und züchterisch zu selektieren.

1951 wurde die Bayerische Gebirgschweißhündin „Rieka von der Zugspitze“ mit dem Brackenrüden „Heimo Pircher“ verpaart. Es fielen sechs Rüden und zwei Hündinnen. Zwei Jahre später wurde diese Hündin erneut, diesmal vom Tirolerbrackenrüden „Faun vom Sennhof“ gedeckt. Dieser Wurf brachte drei Rüden und drei Hündinnen. Die Kreuzungen erwiesen sich als erfolgreich. Faun vom Sennhof soll dem Vernehmen nach auch noch als Deckrüde bei einigen anderen Bayerischen Gebirgsschweißhündinnen fungiert haben.

1955 fand auch erstmals wieder nach dem Krieg eine Hauptversammlung des ISHV statt. Diesem Verband sind inzwischen viele weitere Schweißhundclubs und –vereine in ganz Europa angeschlossen.

In der Gegenwart erscheint es besonders wichtig, dass für die engagierten Führer genug Gebirgsschweißhunde aus Leistungszucht zur Verfügung stehen. Das derzeitige Zuchtpotenzial im Klub besteht aus circa 50 bis 60 zuchttauglichen Hunden, die alle in der Zuchtordnung geforderten Kriterien erfüllen. Gezüchtet werden derzeit pro Jahr zirka 10 bis 14 Würfe, die durchschnittlich 60 bis 80 Welpen hervorbringen. Die Zahl der eingetragenen Welpen betrug für das Jahr 2005  82 Welpen, während es vergleichsweise 1996 nur 42 Welpen gab.

Ziel des Klubs ist es, ein jährliches   Zuchtaufkommen von etwa 100 Welpen zu erreichen. Diese Anzahl sollte ausreichen, um den Bedarf an Bayerischen Gebirgsschweißhunde innerhalb eines Jahres abzudecken und die Rasse ohne Inzucht zu erhalten. Für 2006 konnte man allerdings nur drei Eintragungen mehr als im Vorjahr verzeichnen.

Verwendung und Wesen

Der BGS ist ein ausgeglichener Jagdhund und gegenüber seinem Besitzer äußerst anhänglich. Bei Kontakt mit Fremden übt er sich eher in Zurückhaltung. Gefordert wird jedoch ein in sich gefestigter, selbstsicherer, unerschrockener und leichtführiger Hund, der aber weder scheu noch aggressiv ist.

Ein schneidiges Wesen und jede Menge jagdliche Passion sind Wesenszüge, die den Bayerischen Gebirgsschweißhund auszeichnen sollten. Verglichen mit seinem Hannoverschen Verwandten ist der BGS sicherlich der temperamentvollere.

Verwendet wird der Bayerische Gebirgschweißhund heute vor allem in Berg- und Gebirgsrevieren zur Nachsuche auf angeschweißtes (angeschossenes) Schalenwild. Häufig   wird mit dem BGS Rot- und Gamswild, aber auch Schwarzwild nachgesucht. Aber nicht nur die Gebirgsjäger, sondern auch die Jäger der Niederungen wissen, vor allen Dingen bei der Jagd auf Schwarzwild, den Gebirgsschweißhund sehr zu schätzen.

Sein anhänglicher Charakter macht ihn aber auch zum angenehmen Familienhund, wobei man niemals seine jagdliche Passion vergessen und keinesfalls vernachlässigen darf.

Als reiner „Familienhund“ ist er absolut fehl am Platz. Seine angewölften Anlagen würden nur verkümmern, und unter Umständen stellen sich, wie bei allen unterforderten, gelangweilten Hunden auch negative Wesensveränderungen ein. Die Schweißhunderassen „Bayerischer Gebirgsschweißhund“ und „Hannoverscher Schweißhund“ fallen als Bracken-Abkömmlinge unter die Kategorie   „jagende Hunde “, und gehören als solche mit ihrer ausgeprägten Eignung zum Nachsuchenspezialisten, in die Hände erfahrener Jäger und Hundeführer, am besten von Förstern und  Berufsjägern,  die über möglichst viele Einsatzmöglichkeiten verfügen.

Der Bayerische Gebirgsschweißhund ist beileibe auch kein Hund für jeden Jäger und jedes Revier.

Er findet, genau wie sein Hannoverscher „Vetter“ häufig Verwendung in Schweißhundstationen, dort ist ihm ausreichend Beschäftigung geradezu garantiert.

 

Definition Schweißhundstation:

In eine Schweißhundstation werden einer oder mehrere Schweißhunde für die Nachsuche gehalten. Die Hunde können im Bedarfsfall von der Jägerschaft zur Nachsuche auf angeschossenes oder angefahrenes Wild angefordert werden.

 

Standard

FCI – Standard Nr. 217  /  01. 04. 1996

BAYERISCHER GEBIRGSSCHWEISSHUND

URSPRUNG : Deutschland.

DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL- STANDARDES : 01. 04. 1996.

VERWENDUNG: Schweisshund.

KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 6  Laufhunde und Schweisshunde.

Sektion 2  Schweisshunde.

Mit Arbeitsprüfung.

 

KURZER GESCHICHTLICHER ABRISS: Alle Leit- und Schweisshunde stammen von den Urjagdhunden, den Bracken ab. Alle reinen Bracken haben feinste Nase auf Spur und Fährte, größte Fährtensicherheit, sehr ausgeprägten Fährtenwillen und lockeren Fährtenlaut beim Jagen. Ursprünglich nahm man die verlässlichsten und sichersten Bracken aus der Meute und suchte mit ihnen am Riemen die verlorene Fährte des gejagten Wildes. Aus diesen ruhigsten und führigsten Bracken wurden später die Leithunde (nur auf natürlicher kalter Gesundfährte gearbeitet) und die Schweisshunde (auf der Wundfährte geführt, sogen. „verdorbene Leithunde“) herausgezüchtet.

Durch Einkreuzung genetisch relativ nahestehender Rassen Ende des 18. / Anfangs 19. Jahrhunderts entstand der heutige Hannoversche Schweisshund.

Nach der Revolution von 1848, also nach der Zerschlagung der Grossreviere und der Ablösung der ehemaligen Jagdmethoden durch Pirsch- und Ansitzjagd bei gleichzeitig verbesserten Schusswaffen wurde der Hund „nach dem Schuss“ gebraucht. Spezialisiert auf sichere Riemenarbeit konnte man auf laute Hatz, Durchhaltewillen und Schärfe besonders in den Bergrevieren nicht verzichten. Dort erwies sich der Hannoversche Schweisshund als zu schwer. Um diese gewünschten Leistungen auch im schwierigen Berggelände zu erreichen, züchtete Baron Karg-Bebenburg, Reichenhall, nach 1870 den rassigen und veredelten, leichteren Gebirgsschweisshund, indem er Hannoversche Schweisshund mit roten Gebirgsbracken kreuzte. Zunehmend verdrängten diese Hunde andere Rassen aus den Bergrevieren, so dass der Bayerische Gebirgsschweisshund heute der klassische Begleiter der Berufsjäger und Förster geworden ist. 1912 wurde der „Klub für Bayerische Gebirgsschweisshunde“ mit Sitz in München gegründet. Er ist der einzige anerkannte Zuchtverein für Bayerische Gebirgsschweisshunde in Deutschland.

 

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD: Ein insgesamt harmonischer, leichterer, sehr beweglicher und muskulöser, mittelgroßer Hund. Der Körper ist etwas länger als hoch, hinten etwas überhöht; steht auf nicht zu hohen Läufen. Der Kopf wird waagerecht oder etwas aufgerichtet, die Rute waagerecht oder schräg abwärts getragen.

 

VERHALTEN / CHARAKTER (WESEN): Ruhig und ausgeglichen; anhänglich gegenüber seinem Besitzer, zurückhaltend gegenüber Fremden. Gefordert wird ein in sich gefestigter, selbstsicherer, unerschrockener und leichtführiger Hund, der weder scheu noch aggressiv ist.

 

KOPF:

OBERKOPF: Verhältnismäßig breit, flach gewölbt, Stirn deutlich abgesetzt, Augenbrauenbögen gut entwickelt, Hinterhauptsbein wenig ausgeprägt.

Stop: Ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL

Nasenschwamm: Von guter Größe, nicht zu breit, Nasenlöcher gut geöffnet. Schwarz oder dunkelrot.

Fang: Von den Augen etwas abgesetzt, etwas kürzer als der Schädel, genügend breit, nicht spitz. Nasenrücken leicht gewölbt oder gerade.

Lefzen: Gut überfallend, von mittlerer Dicke. Lefzenwinkel gut sichtbar. Kiefer / Zähne: Kräftige Kiefer mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Mit 42 gesunden Zähnen gemäß der Zahnformel. Zangengebiss zulässig.

Backen: Nur mäßig betont.

Augen: Klar, aufmerksamer Ausdruck. Nicht zu groß und zu rund.

Dunkelbraun oder etwas heller. Gut anliegende, pigmentierte Lider.

Behang: Etwas über mittellang, aber höchstens bis zur Nase reichend, schwer, hoch und breit angesetzt, unten abgerundet, ohne Drehung anliegend herabhängend.

HALS: Mittellang und kräftig. Etwas losere Kehlhaut.

KÖRPER:

Obere Profillinie: Vom Widerrist zur Hinterhand leicht ansteigend.

Widerrist: Wenig ausgeprägt. Fließender Übergang vom Hals zum Rücken.

Rücken: Kräftig und elastisch.

Lenden: Verhältnismäßig kurz, breit, sehr gut bemuskelt. Kruppe: Lang und ziemlich flach verlaufend.

Brust: Mäßig breit, gut ausgebildete Vorbrust; ovaler Rippenkorb, tief und lang mit weit nach hinten reichenden Rippen.

Untere Profillinie und Bauch: Allmählich nach hinten ansteigend; Bauch leicht aufgezogen.

RUTE: Mittellang, höchstens bis zu den Sprunggelenken reichend; hoch angesetzt; waagerecht oder leicht schräg abwärts getragen.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND: Die Läufe, von vorne betrachtet, gerade und parallel, von der Seite betrachtet gut unter dem Körper stehend. Gute Winkelungen.

Schultern: Gut schräg und nach hinten liegendes Schulterblatt, kräftig bemuskelt.

Oberarm: Lang, gut und trocken bemuskelt.

Ellenbogen: Am Körper anliegend, weder einwärts noch auswärts gedreht.

Unterarm: Trocken und senkrecht stehend. Kräftige Knochen, sehr gut bemuskelt.

Vorderfusswurzelgelenk: Kräftig.

Vordermittelfuss: Gering nach vorne gerichtet.

Vorderpfoten: Löffelförmig, mit gut gewölbten und eng aneinander liegenden Zehen sowie genügen gepolsterten, derben, widerstandsfähigen und gut pigmentierten Ballen. Sie fußen parallel, im Stand und in der Bewegung weder einwärts noch auswärts gerichtet.

Krallen schwarz oder hornfarbig.

HINTERHAND:

Allgemeines: Kräftige Knochen. Von hinten betrachtet gerade und parallel. Gute Winkelungen.

Oberschenkel: Breit und sehr muskulös.

Knie: Kräftig.

Unterschenkel: Verhältnismäßig lang, muskulös und sehnig.

Sprunggelenk: Kräftig.

Hintermittelfuss: Kurz, senkrecht stehend.

Hinterpfoten: Löffelförmig, mit gut gewölbten und eng aneinander liegenden Zehen sowie genügend gepolsterten, derben, widerstandsfähigen und gut pigmentierten Ballen. Sie fußen parallel, im Stand und in der Bewegung weder einwärts noch auswärts gerichtet.

Krallen schwarz oder hornfarbig.

GANGWERK: Raumgreifend, guter Vortritt und guter Schub, in Vorderhand und Hinterhand gerade und parallel, leicht federnd.

HAUT: Kräftig, straff anliegend.

HAARKLEID

HAAR: Dicht, glatt anliegend, mäßig rauh, mit wenig Glanz; feiner an Kopf und Behang, rauer und länger an Bauch, Läufen und Rute.

FARBE: Tiefrot, hirschrot, rotbraun, rotgelb, auch fahlgelb bis semmelfarben; rotgrau, wie das Winterhaar des Rotwildes, auch geflammt oder dunkel gestichelt. Auf dem Rücken ist die Grundfarbe meist intensiver. Fang und Behang dunkel. Rute meistens dunkel gestichelt.

Kleiner, heller Brustfleck (Brackenstern) ist zulässig.

GRÖSSE UND GEWICHT:

Widerristhöhe:    Rüden:              47 – 52 cm.

Hündinnen:       44 – 48 cm.

Toleranz: Für Rüden und Hündinnen keine Toleranz nach oben und unten.

FEHLER: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

 

SCHWERE FEHLER

* Fleischfarbene Nase.

* Geringer Vor- oder Rückbiss, partielle Zange.

* Sehr lose Augenlider.

* Starker Senk- oder Karpfenrücken.

* Stark aus- oder einwärts gedrehte Ellenbogen.

* Stark überbaute Hinterhand.

* Sehr enghessige oder kuhhessige oder O-beinige Stellung der

Hinterläufe, sowohl im Stand wie auch in der Bewegung.

* Zu feine oder zu dünne Behaarung.

* Starke Farbabweichungen; schwarze Färbung mit roten Abzeichen.

* Abweichende Größe.

 

AUSSCHLIESSENDE FEHLER

Deutlicher Vor- oder Rückbiss, Kreuzbiss.

Fehlende Zähne (außer PM1).

Ektropium, Entropium.

Angeborene Knickrute.

Wesensschwäche.

 

N.B.: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

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Texte zur Geschichte und Verwendung: Silvia Gabler;  http://jagdhunde.repage4.de/

 

Quellenangabe:

*Photo* auf dieser Seite: „Bayerischer Gebirgsschweißhund“ Brigitte

Wütscher www.kbgs.de <http://www.kbgs.de/>

*Standard FCI* <http://www.fci.be/>www.fci.be <http://www.fci.be/>**

*Eintragungszahlen VDH* <http://www.vdh.de/>www.vdh.de

<http://www.vdh.de/>

*Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde* www.kbgs.de

<http://www.kbgs.de/>

*Partner Hund* Ausgabe 12/2000

*Weidwerk *Ausgabe 2/2004

*Wild und Hund* Ausgabe 15/2006

*Enzyklopädie der Jagdhunde* Hans Räber Kosmos Verlag