Jagdhilfstiere

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie Wissenswertes über die Jagdhilfstiere: Jagdhunde, Greifvögel und Frettchen. Ob und für welchen Jagdhelfer man sich entscheidet, liegt in erster Linie an den eigenen Lebensumständen, Interessen und ganz wichtig der Arbeit, die man bieten kann. Danach kommen erst die „Schönheitsideale“ wie z. B. bei Jagdhunden Haarfarbe, Haarlänge, raues oder glattes Haar, Wesensmerkmale usw.

 

Steirische Rauhhaarbracken (Peintingerbracken)

„Jagd ohne Hund ist Schund“ so lautet ein altes Jägersprichwort. Der Jagdgebrauchshund ist wichtiger Helfer im Jagdbetrieb. Ein Überblick findet sich in der Liste „Einführung in das Deutsche Hundewesen“. Jagdhunde sind je nach Rasse Spezialisten für verschiedene Anforderungen der Jagd. Die heutigen Jagdhunde werden in Schweißhunde, Stöberhunde, Vorstehhunde, Erdhunde, Apportierhunde und jagende Hunde eingeteilt. Historisch gesehen bezog sich die Bezeichnung „Jagdhund“ ausschließlich auf die jagenden Hunde (Bracken).

 

Schwarzwälder Schweißhund

 

Die Falknerei mit der Beizjagd (von mittelhochdeutsch beizen = beißen machen, beißen lassen) entstand vermutlich vor etwa 3.500 Jahren in Mittelasien, da sie in der deckungslosen Steppe die zweckmäßigste Jagdform war. Das jagdliche Fliegen von Greifvögeln fordert sehr viel Zeit. Der Vogel benötigt fast täglich sein Flugtraining, je öfter er zum Jagen kommt, umso größer seine Flugkraft, Erfahrung und damit auch sein Erfolg. Durch den täglichen Umgang mit Greifvögeln verbunden mit großem theoretischen Wissen sind Falkner fast automatisch auch Fachleute für den Greifvogelschutz: Hunderte von verletzten Greifvögeln werden jährlich gepflegt und wieder in die freie Natur zurückgegeben.

 

Das Frettchen (Mustela putorius furo) stammt vom Iltis (Mustela putorius) ab. Die Farbpalette reicht vom iltisfarbenen mit einer dunklen Grundfärbung, gelblicher Unterwolle und hellen Maske bis zum Albino, dem jegliche Pigmentierung fehlt und der rote Seher besitzt. Vor allem für die Jagd auf Wildkaninchen wurden und werden Frettchen seit mehr als 2.500 Jahren eingesetzt.

Iltisfrettchen, Foto: Stefan Lacher