Naturschutzwart (WSH)

 Qualifizierung

Naturschutzwartinnen/Naturschutzwarte (WSH) sind qualifiziert, Arbeiten im Naturschutz und in der Landschaftspflege sach- und fachgerecht sowie eigenverantwortlich durchzuführen und anleitende, betreuende und beratende Aufgaben wahrzunehmen.

Sie sind sowohl in der Besucherbetreuung als auch in der Informationsvermittlung ausgebildet und können deshalb bei Natur- und Landschaftsführungen eingesetzt werden.

Die Ausbildung zur Naturschutzwartin (WSH)/zum Naturschutzwart (WSH) ist keine Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz.

Naturschutzwartin (WSH)/Naturschutzwart (WSH) sind Ehrentitel für Mitglieder, die sich einer weiterführenden Ausbildung unterzogen haben.

 

Fortbildungsinhalte

  1. Grundlagen des Naturschutzes und der Landschaftspflege
    1. Pflanzen- und Tierarten und ihre Lebensräume
    2. Funktionen und Zusammenhänge im Naturhaushalt
    3. Kartieren von Arten oder Biotopen
  2. Informationstätigkeit und Besucherbetreuung
    1. Umweltbildung und Öffentlichkeitsarbeit
    2. Planung, Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen
  3. Maßnahmen in Naturschutz und Landschaftspflege
    1. Erkennen und erfassen von schützenswerten Landschaftsteilen, Lebensräumen und Lebensgemeinschaften
    2. Erhalten und verbessern von Lebensräumen in der freien Landschaft; Artenschutz
    3. Gewinnen von Saat- und Pflanzgut; Saat- und Pflanzarbeiten; Gehölzschnitt
  4. Naturschutzrecht
    1. Rechtsgrundlagen für Naturschutz und Landschaftspflege

 

Verfahren

  1. Die profilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind durch Seminare, Kurse, Lehrgänge o.Ä. zu vermitteln.
  2. Zugelassenen Ausbildungseinrichtungen sind: Naturschutzverbände, Jagdaufseherverbände, Landesjagdverbände sowie Bildungseinrichtungen des Bundes, der Länder, Kreise und Kommunen.
  3. Bewerber(innen) mit beruflicher Vorbildung bekommen ihre entsprechenden Kenntnisse dann anerkannt, wenn sie als Ausbilder für den Verein Wildhüter St. Hubertus e.V. tätig werden (min. 8 UStd pro Jahr).

 

Organisatorisches

  1. Für den Abschluss der Ausbildung gibt es keine Zeitvorgaben.
  2. Die Teilnahme an einer Ausbildung ist schriftlich nachzuweisen (Teilnahmebescheinigung).
  3. Kleinste Ausbildungseinheit ist eine Unterrichtsstunde (UStd) = 45 min.
  4. Referenten / Ausbilder bekommen ihre geleisteten Ausbildungsstunden entsprechend angerechnet.
  5. Für das Quittieren der Ausbildung im Ausbildungspass ist der Vorstand des Wildhüter St. Hubertus e.V. zuständig. Quittiert werden darf nur nach Vorlage einer schriftlichen Teilnahmebescheinigung.
  6. An der Ausbildung zur Naturschutzwartin / zum Naturschutzwart dürfen auch Jugendliche teilnehmen.
  7. Anrechnung von Ausbildung ab Januar 2000.
  8. Die Bedingungen für den Abschluss dürfen ergänzt jedoch nicht gekürzt werden.

 

Ernennung

  1. Für die Ernennung zur Naturschutzwartin / zum Naturschutzwart ist der Vorstand des Wildhüter St. Hubertus e.V. zuständig.
  2. Die Ernennung erfolgt in Form einer Ernennungsurkunde durch den/die Vorsitzende(n) des Wildhüter St. Hubertus e.V. oder einer von ihr/ihm beauftragten Person.

Sie kann durch Metallplakette oder Stoffabzeichen sichtbar gemacht werden.

  1. Die Ernennung hat in würdigem Rahmen zu erfolgen.

 

Anmeldung

  1. Interessierte wenden sich bitte an die Geschäftsstelle des Wildhüter St. Hubertus e.V.. Ihnen wird dann ein entsprechender Ausbildungspass zugesandt.

 

Kosten

  1. Die Teilnahmegebühren entnehmen Sie bitte den Ausbildungsangeboten der jeweiligen Anbieter

Für den Ausbildungspass ist eine Schutzgebühr zu entrichten.

 

Inkrafttreten

  1. Diese Ausbildungsordnung wird ab 1. Juli 2016 wirksam.